In den dreißiger Jahren des 21. Jahrhunderts wurde die Wasserknappheit in Mittel- und Südamerika so lebensbedrohend, dass sich immer mehr bewaffnete Banden, deren Mitglieder in die Tausende gingen, auf den Weg nach Norden machten, wo sie sich mit Gewalt das notwendige Nass besorgen wollten. Trotz massiver Gegenwehr entbrannten um das Wasser Kriege, die viele Jahre dauerten und fast der gesamten Bevölkerung der USA das Leben kosteten. Interessierte Zuschauer waren auf der einen Seite die Chinesen, die mit ihren Kriegsschiffen auf dem Pazifik auf ihre Chance zur Invasion lauerten. Auf der anderen Seite standen die Indianerstämme des Westens, die in der Zeit der Wasserkriege die Kontrolle über die Ölvorräte des Landes erringen konnten. In geheimen Lagern stauten sie das schwarze Gold, dessen Verkauf sie reicher machte, als alle Ölbarone der Vergangenheit. Zusätzlich bekamen sie auch noch die Vorherrschaft über das Wasser in ihre Hände, was es nötig machte, ihr Verteidigungsarsenal mit den neuesten Waffen auszustatten, gegen die die beiden anderen Kriegparteien keine Gegenmittel aufbringen konnten. Die Infrastruktur des Landes war, wie die meisten Städte, zerstört, was dazu führte, dass marodierende Banden durch die Lande zogen und stahlen, was sie zum Überleben brauchten. Manche dieser Banden waren so erfolgreich, dass sie und vor allem ihre Bosse zu Legenden wurden.

Nur Teile von New York und San Francisco blieben weitestgehend unzerstört, und die Metropole des Westens entwickelte sich zum Dreh- und Angelpunkt der Verhandlungen mit den Chinesen und den Indianern. Das ehemalige Zentrum der Stadt um die Lombard Street wurde zu einer Brutstätte des organisierten Verbrechens, bei dem Wasser, Öl und Waffen die einzige Währung waren.

Die Westküste war auf den Walfang zur Nahrungsbeschaffung angewiesen, was die Chinesen dazu nutzten, die amerikanischen Schiffe anzugreifen oder ihre Rückkehr zu verhindern. Daher ähnelten die Walfänger eher Kriegsschiffen als Fischerbooten, um der chinesischen Übermacht standhalten zu können.

In dieser Welt bewegen sich Jidda und Candy, die beiden 12-jährigen Mädchen, die auf eigene Faust, mit eigenen Regeln und immer wieder neuen und ausgefallenen Tricks dem ewig schwelenden Krieg und dem organisierten Verbrechen die Stirn bieten...