In einer nicht weit entfernten Galaxie lebt ein Stern, der in jeder Hinsicht äußerst mittelmäßig ist. Er wird von den anderen, größeren und helleren Sternen mit Missachtung gestraft. Er leidet an diesem Zustand, weiß aber nicht, was er dagegen tun soll, bis er eines Tages das ungute Gefühl bekommt, beobachtet zu werden. Er nutzt die Gelegenheit und verschwindet heimlich aus seinem Sonnensystem.

Nach einer langen Suche erreicht er schließlich in einem kleinen System einen Planeten, der ihn mit seinen vielen stürmischen Wasserflächen sehr verängstigt. Er weiß aber, dass auf diesem Planeten das “Wesen” leben muss, das ihn beobachtet. Er überfliegt die Landflächen zwischen den Unmengen an Wasser und findet ein Mädchen namens Meridiana, das ihn mit seinem Fernrohr schon lange im Visier hat. Sie glaubt, sie hat einen unbekannten Stern entdeckt, der noch keinen Namen besitzt. Sie nimmt den Stern bei sich auf, und sie diskutieren lange über die besonderen Eigenschaften von Sternen und Menschen. Der Stern ist entsetzt über die kurze Lebensdauer der Menschen, und Meridiana ist fasziniert davon, wie sehr sich der Stern ein Ende als “Weißer Zwerg” ersehnt, dem schönsten Zustand, den er sich vorstellen kann, nachdem sein Brennstoff eines Tages verbraucht sein wird.

Meridiana wohnt mit ihrem Vater auf einem Bauernhof in der Nähe einer Kleinstadt in der norddeutschen Tiefebene. Ganz unerwartet hat er das Glück, dass der lang erwartete Regen endlich eintrifft und seine Felder blühen lässt. Auch in anderer Hinsicht scheint er plötzlich ein unwahrscheinliches Glück zu haben, was die missgünstigen Nachbarn auf den Plan ruft, die daraufhin heimlich um seinen Hof herumschleichen, um sein Geheimnis zu lüften. Da Meridiana weiß, dass ihr Vater dem Stern nicht so aufgeschlossen wie sie begegnen würde, versteckt sie ihn in der Scheune, wo er die Tiere aufscheucht und immer wieder das Heu in Brand setzt. Am nächsten Morgen entschließt sie sich, mit ihm in die Schule zu fliegen und ihn dort bis zum Unterrichtsschluss versteckt zu halten, damit ihr Vater ihm nicht zufällig begegnete. Während der Pausen sieht der Stern allerdings, wie Meridiana von ihren Mitschülern heftig gehänselt wird, aufgrund ihres Interesses für Astronomie. Der Stern ist schockiert und flieht.

Ziellos irrt er durch die Gegend, bis ihn in einem Wald ein sonderbarer Mann aufliest, der ihn in seine Fabrik mitnimmt, deren fortschrittliche Technik den Stern begeistert. Der Fabrikbesitzer macht ihm ein einzigartiges Angebot. Der Stern solle ihm seine Energie zur Verfügung stellen, um damit der Menschheit einen großen Dienst zu erweisen. Der Stern lässt sich dazu überreden, und so wird der Fabrikbesitzer zum größten und reichsten Nahrungsmittelproduzenten in der Umgebung, da er seine Energie nicht mehr bezahlen muss. Er ruiniert alle kleineren Händler in der Stadt und zwingt sie zum Wegzug. Da Meridianas Vater durch sein neues Glück zum Hauptlieferanten des Fabrikbesitzers wird, und zusätzlich noch als talentierter Handwerker dessen neu entstehenden Paläste renoviert, ist er Tag und Nacht beschäftigt und vernachlässigt Meridiana dadurch immer mehr.

Bei einem Schulausflug in die Fabrik, für deren Produkte ein Großteil der umliegenden Wälder gerodet werden mussten, entdeckt sie den Stern und klärt ihn darüber auf, wie schamlos er ausgenutzt wird. Nach dieser Erfahrung beschließt sie, ihn mit sich nach Hause zu nehmen und ihrem Vater von ihm zu berichten. Dieser nimmt ihn nach dem ersten Schock bei sich auf und lässt ihn wieder in der Scheune wohnen. Eines Tages erfahren Meridiana und ihr Vater aus einen Fernsehbericht, dass das unerklärliche Fehlen eines Sternes am Himmel das Leben auf der Erde entscheidend beeinflusst hat. Der Vater weiß jetzt, woher sein Glück kommt und ebenso die Nachbarn, die sich sofort auf den Weg machen, um den Stern für sich zu fordern. Da Meridianas Vater den Stern unter keinen Umständen ziehen lassen will. entbrennt ein Kleinkrieg zwischen ihm und den Nachbarn, der zu Schießereien und Feuerlegungen führt. Hubschrauber schweben über dem Hof, die live von den Ereignissen berichten. Da sich auch die alarmierte Polizei auf die Seite der fordernden Bauern schlägt, bietet der Stern an, in sein Sonnensystem zurückzukehren, um keine weiteren Schwierigkeiten zu verursachen. Meridiana will ihren einzigen Freund nicht gehen lassen, und auch ihr Vater fleht ihn an, bei ihm zu bleiben, damit ihn das Glück nicht verlässt. Da Meridiana entsetzt ist über die Verwandlung ihres Vaters in eine gieriges gewalttätiges Monster, beschließt sie, mit dem Stern an einen sicheren Ort zu flüchten, den sie als Kind gerne aufgesucht hatte und von dem sie glaubt, dass ihn niemand kennt. Auf dem Weg dorthin müssen sie immer wieder vor Menschen flüchten, die ebenfalls die astrologischen Prophezeiungen gehört hatten und nun versuchten, den Stern für ihre Zwecke einzubinden. Es beginnt eine Odyssee, die eigentlich nicht gut ausgehen kann...